Praxisseminar „250 Tage DSGVO“

Großer Andrang beim OPPENLÄNDER-Praxisseminar zur DSGVO: Rund 130 Zuhörerinnen und Zuhörer kamen am 5. Februar 2019 in der L-Bank-Rotunde zusammen, um mit dem OPPENLÄNDER-Datenschutzteam über die Erfahrungen der ersten 250 Tage Datenschutz-Grundverordnung zu sprechen und Lösungsansätze aus der Beratungspraxis zu diskutieren. Passend zu der Ankündigung des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg, Dr. Stefan Brink, am Vortag der Veranstaltung, wonach 2019 das „Jahr der Kontrollen“ wird, bestand Einigkeit unter den Teilnehmern, dass die Umsetzung der Vorgaben der DSGVO in der Regel noch nicht abgeschlossen ist und dass die Unternehmen hier weiterhin vor großen Herausforderungen stehen. Nach einer Bestandsaufnahme der ersten acht Monate DSGVO und einer Darstellung der positiven und negativen Auswirkungen des neuen Datenschutzrechts für Unternehmen und die öffentliche Hand, standen drei Themen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die aus Beratersicht im Jahr 2019 besondere Praxisrelevanz haben werden:

- die Abgrenzung zwischen Auftragsverarbeitung und „joint controllership“, insbesondere vor dem Hintergrund der Entscheidung des EuGH zu Facebook-Fanpages,

- die Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen sowie

- der richtige Umgang mit Auskunfts- und Löschbegehren Betroffener.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden dank reger Beteiligung der Teilnehmer weitere spannende Fragen beleuchtet, u.a. zum Datentransfer in international aufgestellten Konzernen, den Anforderungen an einen verschlüsselten Versand von E-Mails und den Chancen und Risiken von „private enforcement“ im Datenschutzrecht. Nach dem offiziellen Teil bestand Gelegenheit, die Diskussionen bei Essen und Trinken weiterzuführen.

Aufgrund des großen Zuspruchs ist eine Fortsetzung des Formats zum Jahresende angedacht.